
(v.l.n.r.) 1) Ohrland auf der Buchmesse, 2) Die neue, offene Hörspielarena, 3) Der 2. Eingang der Arena, 4) Lebenswichtiger O-Saft, 5) Der Ohrlandstand, 6) Flyer und Demo-CDs.
Am 15.-18. März konnte ich zum 4. Mal die
Leipziger Buchmesse als Botschafter von Ohrland besuchen. Wie letztes Jahr war unser Verlag als Aussteller in der Neuauflage der Hörspielarena der
Hörspielgemeinschaft vertreten. „Eingekeilt“ von den legendären Hörspiellabeln Lauscherlounge und Europa stach das grün hinterlegte Ohrland-Logo gut sichtbar hervor. Die Arena hat es geschafft, dass das Hörspiel endlich einen eigenen, festen Platz auf der Buchmesse erhalten hat und nicht mehr in der Flut der Hörbücher untergeht. Allein dafür gebührt den unermüdlichen Mitstreiterinnen und Mitstreitern der Hörspielgemeinschaft große Anerkennung und Lob.
Diesmal war die Hörspielarena zu beiden Seiten offen, so dass sich keine Besucherstaus ergaben, und statt sich hinter einer Wand optisch abzuschotten, war der Blick auf die Veranstaltungsbühne frei. Dadurch wurde manch ein Messebesucher zusätzlich angelockt, der sonst vielleicht achtlos an der Arena vorbeigegangen wäre. An der Infotheke wurden Interessenten professionell mit Demo-CDs, Flyern und Programmheften der Aussteller versorgt und in Sachen Hörspiel beraten. Die Bühnentechnik wurde ebenfalls – mit kleinen Abstrichen – besser beherrscht. Alles in allem haben die Panels, Diskussionsrunden und Livehörspiele sehr gut funktioniert. Auch die Besucherzahlen bei den Veranstaltungen waren, soweit ich das überblicken konnte, deutlich höher, als im letzten Jahr.
Samstag und Sonntag jeweils ab 13.30 Uhr hatte ich Gelegenheit zusammen mit
Oliver Wenzlaff (Adams van Ghoot) und unserer unvergleichlichen Moderatorin
Oda Plein von den Mindcrusher Studios eine Lanze für den Humor im Hörspiel zu brechen. Anhand von Umfragen und Meinungsäußerungen aus dem Publikum konnten wir darlegen, dass Humor im Hörspiel zu Unrecht ein Schattendasein führt, während andere Genres, z.B. Krimi und Thriller, regelmäßig die Charts anführen. Wie viel Arbeit, Blut, Schweiß und (Lach-)Tränen in der Erschaffung eines humorvollen Hörspiels stecken, konnten die Zuschauer dann am eigenen Leib erfahren, als sie unter meiner Anleitung live auf der Bühne eine kurze Szene aus CUNGERLAN Reloded – Folge 1 darbieten mussten. Das alles wurde für die Nachwelt von der großen Höragentin
Ines Zimzinski auf Videoband festgehalten, während die kleine Höragentin ein limitiertes Cungerlan-Poster gewonnen hat. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.
Mein persönliches Highlight war das spontane Mini-Konzert von
Mario Cuneo (Traumwandler) während der Happy Hour am Samstag. Danke an Jörg Mackensen von
toneworx für den Rotkäppchensekt. Ich finde, aus der Happy Hour sollten wir eine Tradition machen.
Wie letztes Jahr wurden wieder rund 600 Demo-CDs unters Volk gebracht. Dazu kamen diesmal zwei verschiedene Flyer im praktischen Postkartenformat, die mit Hörproben-QR-Codes bestückt waren.
„Nach der Messe“ ist bekanntlich „vor der Messe“, d.h., ich kann mir jetzt schon mal Gedanken über die Farbe der Demo-CD 2013 machen – nur für den Fall, dass am 21. Dezember der Weltuntergang ausbleiben sollte.